Die Substanz genau lesen

Am Anfang jeder Sanierung steht eine ehrliche Bestandsaufnahme. Welche Bauteile können erhalten werden? Wo entstehen Wärmeverluste? Welche Eingriffe verbessern den Alltag der Bewohner spürbar? Erst aus diesen Antworten ergibt sich ein sinnvoller Maßnahmenplan.

Bei dem zweiteiligen Mehrfamilienhaus werden neun Wohnungen energetisch komplett erneuert. Der angestrebte Standard KfW 70 EE gibt den technischen Rahmen vor, doch die konkrete Planung folgt dem Gebäude und seinen vorhandenen Qualitäten.

Gebäudehülle und Technik zusammendenken

Eine effiziente Wärmeversorgung funktioniert am besten, wenn der Energiebedarf zuvor konsequent reduziert wurde. Dämmung, Fenster, Luftdichtheit und Wärmebrücken bilden deshalb die Grundlage für die Auslegung der Haustechnik.

Eine umweltfreundliche Wärmepumpe übernimmt die Versorgung des sanierten Gebäudes. Das Zusammenspiel aus Hülle und Technik ermöglicht planbare Verbräuche und macht die Immobilie unabhängiger von fossilen Energieträgern.

Sanierung muss auch Wohnqualität schaffen

Die Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen sind zwischen 58 und 86 Quadratmeter groß. Bodentiefe Fenster bringen viel Tageslicht in die Räume und stärken die Verbindung zur idyllischen Umgebung.

So entsteht kein technisches Demonstrationsprojekt, sondern ein dauerhaft attraktives Zuhause für Familien und Singles. Genau darin liegt der Mehrwert einer ganzheitlichen Sanierung: Sie bewahrt Substanz und hebt zugleich Energieeffizienz und Nutzungsqualität auf ein neues Niveau.